1.) Die Boot-Root-Disk: ======================= Wir haben inzwischen die Kombination von einer getrennten Boot- und einer Rootdiskette durch eine kombinierte Boot-/Rootdiskette abgeloest. Diese ent- haelt nur noch einen generischen Kernel sowie ein komprimiertes Rootfilesystem. Der Kernel enthaelt einen Auswahl an Netzwerktreibern sowie alle SCSI-Treiber. Nicht mehr enthalten sind alle CD-ROM-Treiber sowie das ISO9660 und NFS-Datei- system. Diese werden erst bei Bedarf waehrend der Installation als Kernelmodule nachgeladen. Deshalb muessen fuer diese Treiber auch keine Bootparameter mehr uebergeben werden. Sie sind extra im Anschluss an die Kernel-Bootparameter auf- gelistet. 2.) Die Namensgebung: ===================== Dieses Verzeichnis enthaelt die komprimierten Images fuer die Bootrootdisks. Die Namensgebung geht dabei nach folgendem Schema vor: bootroot.generic.212.1213.004.gz ^------- ^------ ^-- ^--- ^-- ^- | | | | | |___ compressed using GNU gzip | | | | |_____ internal numbering (release 004) | | | |_______ Linux kernel version (1.2.13) | | |_________ LST version (2.1.2) | |______________ disk subtype (generic) |____________________ disk type ( combined boot-/root-floppy ) current subtypes: o generic should be choosen normally o pcmcia should be choosen for Laptops and PCMCIA-Installation 3.) Die Erzeugung der Boot-Root-Disk: ===================================== Waehlen Sie das gewuenschte Image aus. Normalerweise sollte die bootroot.generic... gewaehlt werden. Wer einen Laptop ueber eine PCMCIA Netzwerkkarte installieren moechte oder keine SCSI hat, sollte die bootroot.pcmcia... Variante waehlen. Jedes Diskettenimage ist mit gzip komprimiert worden. Es muss zuerst mit gunzip entpackt und dann entweder mit dd (unter Linux) oder rawrite (unter DOS) auf eine formatierte 1.44 MB (Marken!-)Diskette geschrieben werden. Billige NoName Disketten machen dabei wirklich oft Aerger, da die Diskette bis zum letzten Byte benutzt wird und NoName Disketten oft auf den letzten Spuren Fehler haben. Beispiele fuer die Erzeugung der generischen Bootrootdisk: a) unter Unix/Linux: gzip -d bootroot.generic.212.1213.004.gz dd if=bootroot.generic.212.1213.004 of=/dev/fd0H1440 b) unter DOS: (zuerst umbenennen auf einen kurzen DOS Namen, z.B. bootdisk.gz) gunzip bootdisk.gz rawrite2 bootdisk a: (die noetigen tools fuer DOS sind unter ../tools zu finden) 4.) Der Bootvorgang: ==================== Legen Sie die neu erzeugte Boot-Root-Disk in den Rechner und schalten Sie diesen ein. Es sollte der LILO-Bootbildschirm erscheinen. Versuchen Sie zunaechst durch Druecken von Linux ohne Bootparameter zu booten. Sollte das nicht funktionieren oder ein Teil Ihrer Hardware nicht oder nicht richtig erkannt werden, so können Sie beim LILO-Bootprompt im Anschluß an den Namen des gewünschten Kernels (normalerweise "install") noch weitere Boot-Parameter angeben. Diese Boot-Parameter informieren den Kernel während seiner Initialisierung über konkrete Hardwareeinstellungen. Sie sind immer dann notwenig, wenn der Kernel die vorhandene Hardware gar nicht oder falsch erkennt. 5. Die Bootparameter: ===================== Der LST-Kernel der Version 2.1 unterstützt derzeit folgende Boot-Parameter (nach Gruppen aufgeteilt): Allgemeine Einstellungen: ------------------------- o Rootpartition übergeben: root=/dev/... (z.B. hda1, sda2, ...) o Reservierte Speicherbereiche ausblenden: reserve=Port,Bytes (Bytes: hexadezimal, z.B.: reserve=0x340,10) o Kein Coprozessor vorhanden: no387 o Test der `hlt'-Anweisung ausschalten: no-hlt o Logitech Busmaus: bmouse=IRQ o Floppy: floppy=.... (die genauen Angaben waeren hier zu umfangreich) weitere allgemeine Einstellungen (diese sollten aber nie angegeben werden!): ---------------------------------------------------------------------------- o Rootfilesystem in Ramdisk laden: ramdisk=size (size: in Blöcken, z.B. 1440) o Komprimiertes Rootfilesystem: gzload=block block: Startblock (in KB), ab dem das Rootfilesystem beginnt. Festplatten-Kontroller: ----------------------- o XT-Festplatten-Kontroller: xd=Typ,IRQ,Port,DMA-Kanal o (E-)IDE-Kontroller: hdx=cylinders,heads,sectors[,wpcom,IRQ] (hdx: hda, hdb, hdc, ..., wpcom wird intern auf den Wert von cylinders gesetzt, IRQ ist per Default 14) o Parameter für eine IDE-Festplatte: hd=cylinders,heads,sectors SCSI-Kontroller: ---------------- o Seagate ST01/02 SCSI: st0x=Port,IRQ (Default: 0xc800,5) o Future Domain TMC-8xx/950: tmc8xx=Port,IRQ o Trantor T128/128F/228: t128=Port,IRQ (Default: 0xcc000,15) o NCR 5380 SCSI-Kontroller Familie: ncr5380=Port,IRQ,DMA ( o NCR 53c400: ncr53c400=Port,IRQ,DMA (im Moment nicht verfuegbar)) o NCR 53c406a: ncr53c406a=MEM,Port,IRQ,DMA (Default: 0xd8000,0x330,11,5) o Adaptec AHA-1520/1522: aha152x=Port,IRQ,SCSI_ID,Reconnect (Default: 0x330,9,7, Reconnect: 0 od.1) o Adaptec AHA-1542: aha1542=Port[,buson,busoff[,dmaspeed]] (Default: 0x330) o Adaptec AHA-2740/2840/2940: aic7xxx=extended,reverse,no_reset o Pro Audio Spektrum 16: pas16=Port,IRQ (Default: 0x388,255, Kein Interrupt: IRQ = 255 angeben) o Buslogic: buslogic=Port (Default: 0x330, 'buslogic=noprobe' disabled den Treiber) o Anzahl der max. anzusprechenden SCSI-Geräte: max_scsi_luns=N (1<=N<=8) CD-ROM-Laufwerke (nur im Kernel enthalten): -------------------------------------------------------------------- o Sony CDU 31a CD-ROM: cdu31a=Port,IRQ[,PAS] (PAS: CD-ROM wird über die Pro Audio Spektrum Karte betrieben, keinen Interrupt verwenden: IRQ gleich 0 angeben) o LMS/Philips CM202/205/225 CD-ROM: cm205=Port,IRQ (Default: 0x340,5) Netzwerkkarten ("net"-Kernel): ------------------------------ o Ethernet-Netzwerkkarte: ether=IRQ,Port,Startadresse,Endadresse,Interface (Interface: z.B. eth0 für die erste Ethernetkarte) Bootparameter fuer ladbare Kernelmodule: ======================================== CD-ROM-Laufwerke (Angabe der Parameter beim Laden des Kernelmoduls): -------------------------------------------------------------------- o Mitsumi CD-ROM: mcd=Port,IRQ[,mcdwait] (Default: 0x320,10, mcdwait nur bei ,timeout"-Meldungen angeben, z.B. 2) o Sony 535 CD-ROM: sonycd535=Port,IRQ (Default: 0x340,0, Kein Interrupt: IRQ gleich 0 angeben, 'sonycd535=noprobe' disabled den Treiber) o LMS/Philips CM206 CD-ROM: cm206=Port,IRQ (Default: 0x340,5) o Aztech, Wearnes, Orchid CD-ROM: aztcd=Port (Default: 0x320) o Soundblaster Pro 16 MultiCD: sbpcd=Port,Typ (Typ: LaserMate, SoundBlaster, SPEA, 'sbpcd=0' disabled den Treiber) o Goldstar R420 CD-ROM: gscd=Port (Default: 0x340) Bei allen Bootparametern steht "Port" für eine hexadezimale Angabe des benutzten I/O-Ports (z.B. 0x300), "IRQ" steht für den verwendeten Interrupt, unter dem das Gerät angesprochen wird (z.B. 10) und "DMA" steht für den DMA-Kanal, über den das Gerät kommuniziert (z.B. 1) So können Sie z.B. für eine Netzwerkkarte, die auf Interrupt 10 mit der Portadresse 0x300 (hex) arbeitet, beim LILO Bootprompt das Bootkommando "install ether=10,0x300,0,0,eth0" angeben. 6. weitere Informationen: ========================= Sie finden eine ausfuehrliche Beschreibung der Installationsprozedur in der Installationsanleitung und im Online Hilfesystem.